- geschrieben am 4. April 2009
Ja, ich bin wieder zurück in Dar!!! Nach einer fünfwöchigen super-tollen Reise durch Tanzania, Burundi, Rwanda und Uganda!!!
Und hier kommt eine Kurz-Zusammenfassung der letzten Wochen:
Mit dem Zug durch Tanzania….
Angefangen hat dieser Trip mit Saras und meiner Zugfahrt von Dar es Salaam nach Kigoma. Wir waren echt positiv überrascht, als sich der Zug mit nur zehn Minuten Verspätung, um 17:10Uhr, in Bewegung setzte…. wir hatten schon so viele Verspätungsstories von der Centralline gehört, die berühmt und berüchtigt dafür ist, dass sie in der Regel mehrere Stunden – wenn nich Tage – Verspätung hat, oder überhaupt nicht fährt. So kam es auch nicht ganz unerwartet, dass wir am Ende drei statt zwei Nächte im Zug verbrachten – 61 Stunden, statt 42 Stunden Zugfahrt. War aber nicht so schlimm, denn wir sind 1. Klasse gefahren, hatten also unser eigenes Abteil mit zwei Betten und genügend Lesestoff, Wasser und Essen mit dabei und haben einfach drei Tage lang gefaulenzt.
In Kigoma, ner „Stadt“ am Lake Tanganyika, haben wir dann ne Nacht in nem kleinen Hotel verbracht, waren in Ujiji (dem Dorf, wo Stanley angeblich Livingstone wiedergefunden hat: „Dr. Livingstone, I presume?) und haben ansonsten hauptsächlich versucht, heraus zu finden, wie wir am besten weiter Richtung Norden kommen, nach Burundi, und wie sicher die Lage dort ist.
Am Ende saßen wir dann, am 28. Februar, mit hundert anderen Leuten in einem völlig mit Säcken und Fässern überladenen Holzboot, oder besser Kahn, und fuhren den Lake Tanganyika hoch. War total schön und ziemlich unterhaltsam. Natürlich wusste das ganze Boot nach wenigen Minuten, dass die beiden Mzungu nach Bujumbura wollen und als wir, schon im Dunkeln, in Kagunga an. Ein Boot-Crew-Member brachte uns netter Weise zum einzigen Guesthouse im Ort, ne ziemliche Absteige, aber uns war zu diesem Zeitpunkt eigentlich alles egal, waren einfach hundemüde und zudem beide irgendwie angeschlagen (Fieber). Am nächsten Morgen wurden wir dann von der Boots-Besatzung abgeholt und zum Immigration-Office bebracht. Mussten uns echt das Lachen verkneifen: Kagunga is das absolute Dorf und eins der einzigen Steinhäuser beherbergt tatsächlich ein Immigration-Office und der Dienst habende Beamte schien auf uns gewartet zu haben und knallte uns fröhlich die Ausreisestempel in die Pässe. (Wenn man dem Verzeichnis der Grenzübergänger glauben kann, haben an dieser Stelle im Februar nur 10 Leute die Grenze überquert – alle aus Burundi und dem Kongo.)
Nachdem wir also aus Tanzania aus gestempelt waren, brachten uns die Boot-Typen zum Boot (das jetzt fast leer war), wir fuhren los und legten ziemlich schnell wieder an, mitten im Nirgendwo und die Jungs deuteten auf eine kleine Lehmhütte und meinten wir müssen dorthin gehen, um nen Visum für Burundi zu bekommen. Ahja. Die Lehmhütte entpuppte sich tatsächlich als das burundische Immigration-Office. Wir latschten also über ein Feld und in die Hütte und wurden dort mit überraschten Gesichtern begrüßt. Natürlich fing es ausgerechnet in diesem Moment an, in Strömen zu regnen und so saßen wir in der Hütte, es tropfte durch die Decke, und erklärten dem Herren von der Einwanderungsbehörde, dass wir gerne ein 3-Tage-Transit-Visum hätten. Es dauerte eine Weile, aber am Ende es Regenschauers hatten wir beide unsere Visa und stapften, zufrieden und ziemlich amüsiert, übers Feld zurück zum Boot und weiter ging die Fahrt aufem Lake Tanganyika.
Burundi
Nach nicht allzu langer Zeit kamen wir dann in Kabonga, einem kleinen burundischen Fischerdorf, an und wurden vom Boot direkt in einen Truck verladen, ein Glück in die Fahrerkabine, wo wir dann warten mussten, bis dieser voll beladen war und dann ging die Fahrt weiter, diesmal auf einer Straße, die den Namen nicht verdient, bis nach Nyanza Lac. Dort kletterten wir außem Truck und in den erst-besten Minibus nach Bujumbura, der übrigens im früheren Leben mal nen japanischer Krankenwagen war, wie Sara den japanischen Schriftzeichen entnehmen konnte. (Sara: „Its an ambulance!“ Ich: „No, its a bus. Lets get in!“ Sara: „Oh. Yes. But I mean before it was an ambulance, in Japan.“)
In Bujumbura angekommen checkten wir im Saga Residence Hotel ein, dass echt sehr nett war und gingen uns dann erstmal was zu Essen besorgen; Obst, Brot und Käse, ein regelrechtes Festmahl!!
Am nächsten Tag regnete es leider den ganzen Vormittag und so verbrachten wir einen faulen Morgen im Hotel und liefen dann am Nachmittag ein wenig in Buj herum, gingen ins Internet und ins Café und am Abend fanden wir nach einigem hin und her ein unglaublich gutes chinesisches Restaurant. HMMM!!!
Wir waren beide echt froh, dass wir es nach Burundi gewagt haben, denn war echt schön! Die Leute waren unglaublich freundlich und hilfsbereit und wir konnten uns ohne Probleme mit unserem Swahili und ein paar Wörtern Französisch durchschlagen. Bujumbura is ne ziemlich bunte, kleine und irgendwie schöne Stadt, in der man es ganz gut ein paar Tage aushalten kann. Natürlich fuhren überall auffällig viele, weiße UN-Autos und Geländewagen von Hilfsorganisationen herum, aber wir fühlten uns die ganze Zeit über sicher und keineswegs wie in einer Krisenregion.
Hatten also eine schöne, entspannte, aber leider ziemlich kurze Zeit in Bujumbura und am nächsten Tag, dem 3. März, ging es dann schon weiter, mittem Bus auf einer rasanten Fahrt nach Kigali, Rwanda. Unser Busfahrer war echt wahnsinnig und raste einfach in einem Affenzahn die Berge rauf und runter. Mir kam es wie ein Wunder vor, dass wir dabei keinen der vielen voll beladenen Fahrradfahrer oder Fußgänger über den Haufen fuhren.
Rwanda
Der Grenzübergang war diesmal weniger abenteuerlich und als Deutscher braucht man noch nicht mal ein Visum für Rwanda.
Kamen also Nachtmittags in Kigali an und fanden unseren Weg zur L’ecole belge, wo wir uns mit Nicolas trafen, nem Couchsurfer und Lehrer an der belgischen Schule, der uns netterweise in seinem Haus, direkt im City Center, übernachten ließ.
Kigali unterscheidet sich echt ziemlich stark von anderen afrikanischen Städten, wir Dar oder Bujumbura; es gibt überall Ampeln, sogar für Fußgänger, es gibt öffentliche Mülleimer , Bürgersteige und die Stadt is verdammt sauber (in Rwanda sind Plastiktüten verboten) und irgendwie organisiert. Als öffentliche Verkehrsmittel gibt es neben den Minibussen und Taxen, Motorräder die einem am schnellsten von A nach B bringen.
Leider is Kigali aber auch ziemlich teuer und wir mussten ein paar Mal ganz schön schlucken, als wie die Preise im Supermarkt und im Restaurant sahen – echt europäisches Niveau!
Wie Jeder, der nach Kigali kommt, besuchten auch wir das Memorial Center, dass an den Genozid, den Völkermord von 1994 erinnert. War sehr interessant aber auch echt schockierend und ich hatte ziemliche Albträume in den nächsten Nächten. Es ist schon ganz schön krass, wenn man sich vorstellt, dass in Rwanda vor gerade mal 15 Jahren 1 Million Menschen, vor allem Tutsi, einfach auf brutalste Weise umgebracht wurden. Man sitzt also mit Menschen in Bussen, von denen jeder, der über 15 Jahre alt ist, schreckliche Dinge gesehen, erlebt oder sogar getan hat. Mich hat es am Anfang schon ziemlich mitgenommen und ich hab mich gefragt, wie die Leute jetzt wieder scheinbar normal als Nachbarn zusammen leben können, vor allem wo es doch überall Memorials gibt, die an die schrecklichen Verbrechen erinnern. Wir sind auch nach Nyamata gefahren, einer Kirche, nicht weit entfernt von Kigali, in der über 2000 Menschen umgebracht wurden und in der jetzt Berge von Kleidungsstücke an das Unbegreifliche erinnern. Im Garten der Kirche gibt zwei riesige Katakomben, in denen die Knochen und Schädel der Ermordeten liegen.
Danach hatte ich irgendwie genug gesehen. Man beschäftigt sich ja zwangsläufig mit dem Völkermord, wenn man in Rwanda unterwegs ist, und das ist auch gut so, aber irgendwann is es dann auch einfach genug und es gibt so viele schöne Sachen in Rwanda zu sehen. Von allem Ländern, in denen ich bis jetzt war, ist Rwanda mit Abstand das sauberste und das mit dem besten Straßen und Bussen, außerdem ist das Land landschaftlich einfach wunderschön – das Land der tausend Hügel. Über all ist es grün, es gibt unendlich viele Tee- und Kaffeeplantagen, überall Bananenstauden und Felder.
Von Kigali aus, sind wir dann wieder in den Süden, nach Butare, zum Nationalmuseum und von dort aus weiter durch den Bilderbuch-Regenwald, dem Nyngwe National Park, nach Kamembe, am Lake Kivu.
Von dort aus wollte ich dann eigentlcih weiter nach Kibuye und Sara musste wieder zurück nach Kigali, um von dort aus zurück nach Dar es Salaam zu fahren. Ich fuhr also am Lake Kivu entlang Richtung Kibuye und ich weiß nicht genau wie, aber irgendwie kam ich dort nie an, dafür aber wieder in Kigali. Waren also am Ende wieder alle vereint: Sara, Nicolas ( der Couchsurfer) und ich. War nicht das schlimmste, was passieren konnte. Waren zusammen essen und hatten nen netten Abend und am Morgen is Sara dann unwillig und ziemlich früh mittem Bus über Kampala und Nairobi zurück nach Dar gefahren und ich bin nach Gisenyi gefahren, dass im Norden vom Lake Kivu liegt, genau an der Grenze zum Kongo, zu Goma. Ich spielte mit dem Gedanken mal über die Grenze, in den Kongo zu gehen, man kann ein 7-Tage Visum bekommen, aber nach intensiven Nachforschung ließ ich es dann bleiben – es ist einfach im Moment nicht sicher, als Backpacker rüber zu gehen und dass wird einem auch klar, wenn man die ganzen weißen UN-Geländewagen sieht und hört, dass drüben alles voller Blauhelme ist und die Situation angespannt. Es handelt sich beim Ost-Kongo um eines der gefährlichsten Krisengebiete der Welt und klar, man könnte schon einfach rüber über die Grenze und ein paar Tage in Goma verbringen, aber ich war ganz froh, dass ich es am Ende nicht gemacht habe, denn es soll einfach verdammt teuer sein und keinesfalls spassig.
In Gisenyi war dafür überhaupt nix los, aber dafür traf ich im Hostel auf ein paar nette Schweden und nen Engländer, John, mit dem ich mich gleich ziemlich gut verstand und von dem Tag an für über zwei Wochen zusammen rumreiste.
Erstmal ging es nach Ruhengeri, von wo aus man drei verdammt große Vulkane sehen kann. Haben einen Tag dort verbracht und sind dann am 11. März über die Grenze nach Uganda.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir Rwanda echt super gefallen hat, es ist ein wunderschönes Land, die Menschen sind nett, das Reisen einfach und ich war erstaunt zu sehen, wie weit „entwickelt“ oder „westlich“ das Land ist, gegenüber seinen Nachbarländern und froh darüber, wie gut der Genozid anscheinend aufgearbeitet wird, um mit aller Kraft zu verhindern, dass so etwas noch einmal passiert.
Uganda
Von Ruhengeri aus sind wir also mit nem Minibus zur ugandischen Grenze gefahren. Der Grenzübergang war unspektakulär und von dort es ging es die 12 Kilometer mit ner Boda-Boda (Motorrad-Taxi) nach Kisoro und von dort aus, nach einiger Wartezeit, mit nem Minibus weiter, nach Kabale und von dort aus weiter mit ner Boda-Boda runter zum Lake Bunyonyi und dann weiter mit nem Boot auf ne Insel. Und dort angekommen, konnten wir uns dann hundertprozentig von den Strapazen der Anreise erholen.
Lake Bunyonyi ist ein wunderschöner See, voller kleiner und winzig-kleiner Inseln und sauberen Wasser und wir verbrachten drei Nächten im Amagara Camp, auf Itambira Island. War echt total schön und erholsam. Hab nette Leute kennen gelernt und die Tage und Abende mit Quatschen, Lesen, Kartenspielen, Filmgucken und Essen verbracht.
Von Lake Bunyonyi aus sind John und ich dann weiter nach Fort Portal, im Westen Ugandas (auf der Fahrt dorthin sind wir durch den Queen Elisabeth National Park und haben dort Hippos und so gesehen) und von dort aus weiter zum Lake Nkuruba, einem kleinen Kratersee. Die Landschaft rund um die Kraterseen ist echt schön und wir sind eine Tag lang wandern gewesen, haben uns irgendwie total verlaufen, sind zwischen Bananenplantagen umhergeirrt und haben nen Wasserfall gefunden. War schön! Die Campsite dort war auch ziemlich nett, es gab sogar die lustigen schwarz-weißen Colobus-Affen und am zweiten Tag lernten wir vier verrückte Medizinstudenten kennen, mit denen wir dann an einem Vormittag Angeln waren und den Nachmittag damit verbracht haben, durch den tropischen Wald zu klettern und von Felsen in den See zu springen (total verrückt, aber ein Riesenspaß!). An den Abenden haben wir dann DVDs geguckt und schön gequatscht.
Weiter gings dann nach Kampala, wo wir einen der Medizinstudenten, Talbot, wieder trafen, um seinen Abschied zu feiern: erst Essen (Tuhende Safari Lodge), dann in ne Bar (Steak Out) und danach noch innen Club (Ange-Noir). War super witzig, feucht-fröhlich und hab dabei wieder ne Menge netter Leute kennen gelernt und natürlich wie es so is, auch nen paar Mädels, die Tomo, mit dem zusammen wir durch Zambia und Malawi gereist sind, kannten. Da fällt mir ein, dass ich im Red Chilli, dem Hostel in Kampala, Aaron wieder getroffen haben, nen Kanadier, den ich auch Malawi und Zanzibar kannte. Die Welt, oder doch zumindest Afrika, is echt klein!
Von Kampala aus sind wir dann zu den Bujagali Fallls, nahe Jinga gefahren, zum White Water Rafting. Das war sooooo cool! Waren insgesamt 11 Leute, mehrheitlich Deutsche, in zwei Booten und es war echt richtig, richtig gut! Sind über fünf Grade 5 und 4 Rapids, Stromschnellen, konnten uns im Nil treiben lassen und hatten nen perfekten Tag. Haben dann auch alle auf der Campsite, in nem Dorm gepennt und waren Abends mit Bier trinken (Nile Special), Trinkspielchen und Tanzen beschäftigt. Super lustig!
Sind dann am nächsten Vormittag alle zusammen nach Jinga gefahren und John, zwei Kanadier und ich haben dort noch ne Nacht im Backpackers verbracht.
Danach ging es zu den Sipi Falls, bei Mbale. Wunderschöne Wasserfälle, aber vor allem der Ausblick von dem Berg, auf dem die Campsite war, war großartig. Haben dort dann zwei Tage einfach nur abgehangen und danach ist John rüber nach Kenya und ich zurück, in einer ätzend langen Busfahrt in einem absoluten Schrottbus, nach Kampala.
Dort hab ich dann am nächsten Abend Enoch (den ich aus Kenya, Sandai kannte) zum Dinner im Tuhende getroffen und zufällig waren sein Bruder und die quasi Schwägerin auch da und wir hatten einen unglaublich netten Abend. Die drei waren super super nett und wir haben stundenlang gequatscht und ein lecker drei Gänge Menü genossen. Perfekt! Danach haben sie mich noch zum Campus der Makerele Universität gefahren, wo ich mich in einem der Hostel mit Tomo getroffen habe und zusammen mit anderen Leuten von der Uni und Michael, einem der Studenten vom Lake Nkuruba, war ich dann noch zur Rocknight im Steak Out.
Hatte eine wirklich tolle Zeit in Uganda. War echt alles perfekt: wunderschöne Natur, nette Hostel, hab super nette und interessante Leute kennen gelernt, das Rafting war nen Riesenspaß, das Rumreisen per Bus, Minibus, Truck und Boda-Boda war einfach, (wenn auch anstrengend und manchmal ziemlich nervig) Kampalas Nightlife toll – war alles super und der Abschied fiel schwer!
Zurück in Tanzania: Bukoba und Mwanza
Von Kampala aus bin ich dann am Morgen nach dem Tuhende-Dinner, am 27.März mittem Bus zurück nach Tanzania, nach Bukoba am Lake Victoria gefahren. Die Fahrt war lang und der Grenzübergang hat irgendwie ewig gedauert.
Bin dann in Bukoba direkt mit zwei Leuten, einer älteren Bibi und ihrem Bruder, zusammen zur Fähre und hatte dann ne echt lustige Fährüberfahrt über den Lake Victoria, nach Mwanza. Die beiden haben mich irgendwie unter ihre Fittiche genommen und statt wie vorgesehen mit nem 3. Klasse Ticket in Stühlen oder aufem Deck zu schlafen, haben wir inner Crew-Kabine geschlafen, der Bruder hat mein Abendessen bezahlt und mich auf zwei Bier eingeladen – total nett, wusste gar nicht, wie mir geschieht und das Beste war, dass es einfach pure Freundlichkeit war und am nächsten Morgen in Mwanza ging einfach jeder seine Wege.
In Mwanza hab ich mich dann mit Walle getroffen, nem Mädel, dass ich beim Raften kennen gelernt habe und die in Mwanza, oder besser gesagt in Buswelu, einen Weltwärts-Freiwilligendienst in nem Waisenhaus macht. Konnte dann bei ihr und Elena, die ich auch vom Raften kannte, pennen. War sehr nett! Waren ein bisschen in Mwanza unterwegs und lecker Pizza essen und am nächsten Tag sogar noch kurz am Strand. Mwanza hat mir echt ziemlich gut gefallen, is ne saubere, schöne Stadt, halt genau am Lake Victoria, umgeben mit Hügeln, auf denen riesige Felsen und Steine liegen.
Dann hab ich mich am nächsten Nachtmittag mit Xaves Schwester, Sola, getroffen, die in Mwanza Medizin studiert und konnte eine Nacht bei ihr im Studentenheim schlafen, bevor es am nächsten Morgen verdammt früh mittem Bus zurück nach Dar es Salaam ging.
Dar es Salaam!!!
Ja, und jetzt bin ich seit 30. März, also seit vier Tagen, wieder zurück in Dar es Salaam. Hab die erste Nacht bei Xave und ihrer Family in Mbezi gepennt (Temboni) und bin dann in mein Zimmer aufem Campus gezogen. Musste erstmal alles entkeimen, war unglaublich dreckig. Aber jetzt isses echt schön und ich bin ganz begeistert davon, endlich wieder nen eigenes Bett zu haben und vor allem nen Schrank!!! Hat schon was, nachdem ich über drei Monate nur aus meinem Rucksack gelebt habe.
Am Mittwoch war ich dann bei Tini zum Brunch eingeladen – super lecker und konnten mal wieder ausgiebig quatschen und ich konnte mir endlich mal ihr neues Zuhause in Oyster Bay angucken.
Donnerstags war ich dann mit Sara und Tini in Posta und Kariakoo Shoppen – war echt lustig und erfolgreich. Haben Unmengen Kitenge und Kanga gekauft und nen paar Secondhand – T-shirts und ich war vorher noch mit Sara beim Arts Market in Mwenge und hab endlich neue Flipflops erstanden. Großeinkauf! In Posta haben wir uns dann mit Luise zum Lunch getroffen und John war auch mit dabei, denn der war gerade in Dar, ist jetzt aber wieder in Moshi. Sind also den ganzen Tag inner Stadt gewesen und haben uns tot geschwitzt. Die Hitze hier ist einfach unglaublich! Noch viiiiiiel schlimmer als im Dezember. Und natürlich gab es Abends bei uns in der Hall kein Wasser! Spitze! Zum Glück war Hall 3 nicht betroffen und ich bin zum wirklich notwendigen Duschen zu Luise und Sara rüber.
Gestern, am Freitag, war ich dann Morgens mit Sara bei der Schneiderin, dann beim Schuhmacher, ein paar Flipflops und Sandalen flicken lassen und dann beim Shoprite. Mussten uns mit Getränken eindecken, denn am Abend hatten wir ein kleine feucht-fröhliche Rooftop Party.
Ich hatte davor noch das Vergnügen unseren unsympatischen Warden kennen zu lernen…offensichtlich hat das Links-Office ihn nicht informiert, dass ich jetzt in dem Zimmer wohne.
Naja, Tini hat dann bei mir gepennt, denn Xave is eigentlich die ganze Zeit über in Mbezi und wohnt bei ihren Eltern, und heute morgen gabs mit den anderen zusammen Katerfrühstück und jetzt hänge ich schon den ganzen Tag im Zimmer ab, denn draußen regnet es und ich bin froh endlich mal nen bissel Ruhe zu haben.
Vielleicht geht’s heute Abend noch auf nen Konzert in die Alliance Francaise oder ich bleib einfach hier und hole Schlaf nach. Morgen fahren wir vielleicht nach Kigamboni, zum Strand und am Montag werd ich sicher mich Xave nach Songea fahren, um dort ihr Tante, Schwester und Oma zu besuchen….Freu mich schon
!
